Annuität

Der Begriff Annuität wird hauptsächlich bei der Nutzung von Hypothekendarlehen verwendet, die man oftmals auch als Annuitätendarlehen oder Tilgungsdarlehen bezeichnet. Annuität bezeichnet dabei die Summe aus der Tilgungsrate und den anfallenden Kreditzinsen, die der Kreditnehmer für die Inanspruchnahme des Darlehens zahlen muss. Der Begriff Annuität selber ist vom Lateinischen (annus=Jahr) abgeleitet und kann auch mit „Gesamtsumme“ übersetzt werden.

Im Bereich von Hypotheken und Annuitätendarlehen stellt die Annuität somit die gesamte Kreditrate dar, die der Kunde monatlich an die Bank zahlen muss, um das in Anspruch genommene Darlehen zurück zu zahlen. Kennzeichnend für die Annuität als Gesamtbetrag ist, dass diese zwar von der Gesamthöhe während der Laufzeit des Darlehens stets gleich bleibt, sich die beiden Anteile innerhalb der Annuität allerdings im Verhältnis zueinander ändern. Die Annuität besteht zum einen aus dem Zinsanteil und zum anderen aus dem Tilgungsanteil.

Zu Beginn der Rückzahlung eines Annuitätendarlehen liegt die jährliche Tilgung in der Regel bei 1-2 Prozent auf die gesamte Darlehensschuld gerechnet. Wenn die Kreditzinsen also zum Beispiel fünf Prozent betragen, dann würde die Annuität zu Beginn aus einem Teil Tilgung und fünf Teilen Zinsen bestehen. Dieses Verhältnis ändert sich allerdings während der Laufzeit des Darlehens insofern, dass der Anteil der Tilgung an der Annuität immer höher wird, und der Zinsanteil demzufolge immer geringer.

Zu erklären ist diese Tatsache dadurch, dass eine laufende Tilgungsverrechnung stattfindet. Durch die Verrechnung wird die Restschuld stets geringer und demzufolge werden die Zinsen als Betrag auch geringer, weshalb der Anteil der Tilgung steigen kann. Würde keine Tilgungsverrechnung stattfinden, dass wäre das Darlehen bei einem Tilgungsanteil von einem Prozent erst in 100 Jahren abbezahlt.

Anzeige