Arbeitnehmersparzulage

Arbeitnehmer waren lange Zeit finanziell benachteiligt, so dass sich die Regierung bereits vor Jahrzehnten zur Förderung der Vermögensbildung entschieden hat. Die Förderung wird dabei auf die Anlage von Vermögenswirksamen Leistungen gewährt, die der Arbeitgeber für seine Arbeitnehmer anlegt. Heute werden Vermögenswirksame Leistungen vor allem in kleineren Unternehmen nicht mehr gewährt.

Die Arbeitnehmersparzulage kann aber dennoch genutzt werden, wenn die Einzahlung der Sparbeiträge in den Vertrag durch den Arbeitgeber erfolgt. Dieser wird die Summe dann vom Nettoeinkommen abziehen und direkt an die Bank oder Bausparkasse überweisen.

Zu den Anlageformen, die für Vermögenswirksame Leistungen genutzt werden können, gehören zum einen Banksparpläne und Lebensversicherungen, zum anderen auch Bausparverträge und Investmentfonds. Seit einiger Zeit ist es auch möglich, die Vermögenswirksamen Leistungen in einen Riester-Vertrag oder zur Darlehenstilgung von selbst genutztem Wohneigentum zu investieren.

Die Arbeitnehmersparzulage wird jedoch nur auf Bausparverträge und Investmentfonds gewährt. Beide Anlagearten werden unterschiedlich gefördert. So wird die Prämie für Bausparverträge nur dann ausgezahlt, wenn der Vertrag mindestens sieben Jahre Laufzeit vorweisen kann, auch darf das Einkommen der Bausparer die Grenze von 17.900 Euro bei Singles bzw. 35.800 Euro bei Ehepaaren nicht übersteigen. Die Förderung liegt hier bei 9% der Einzahlungsbeträge pro Jahr, maximal werden 470 Euro gefördert.

Investmentfonds hingegen werden mit 20% der Einzahlbeträge gefördert, der Förderhöchstbetrag liegt hier bei 400 Euro pro Jahr. Auch die Einkommensgrenzen sind unterschiedlich, sie liegen bei 20.000 Euro für Singles und 40.000 Euro für Ehepaare.

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