Bausparkassen

Bausparkassen sind spezielle Institute, die sich ausschließlich mit dem Geschäft des Bausparens beschäftigen. Dabei schließen sie mit ihren Kunden Bausparverträge ab und betreiben das Geschäft der Wohnbaufinanzierung. Bausparkassen gibt es in Deutschland bereits seit vielen Jahrzehnten.

Der Grundgedanke des Bausparens ist dabei der eines Kollektivvereins, bei dem viele Menschen gemeinsam für ihren Traum vom Haus das benötigte Eigenkapital ansparen. Hat ein Teil der Bausparer ihr notwendiges Eigenkapital eingespart, können diese Menschen bereits das Bauspardarlehen nutzen. Der andere Teil der Bausparer leistet weiterhin Sparbeiträge. Durch die Tilgungsleistungen der Darlehensnehmer sowie der weiteren Sparleistungen können dann auch nach kurzer Zeit andere Menschen in den Genuss dieser verbilligten Darlehen kommen. In Deutschland sind derzeit 15 private Bausparkassen und 10 Landesbausparkassen aktiv.

Die privaten Bausparkassen werden meist in der Form einer Aktiengesellschaft firmiert. Um ihren Vertrieb zu steigern, gehören sie oft Versicherungsgesellschaften oder Banken an, die dann die Produkte der Bausparkasse im täglichen Vertrieb einsetzen. Die Landesbausparkassen hingegen gehören dem Sparkassen- und Giroverband an. Ihre Produkte werden demnach auch in den Filialen der Sparkassen angeboten.

Galt das Bausparen seit einigen Jahren als sehr konservative Spar- und Finanzierungsform, wird es in den letzten Jahren wieder häufiger genutzt. Vor allem die niedrigen Darlehenszinsen und die hohe Flexibilität des Darlehens überzeugen dabei. Zudem ist es möglich, in der Ansparphase verschiedene staatliche Förderungen, die von der Arbeitnehmersparzulage bis zur Wohnungsbauprämie reichen, zu nutzen.

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