Eigenheimrente

Ein Eigenheim ist nach wie vor der größte Wunsch vieler Deutschen. Statistiken zufolge wünschen sich etwa 70% aller Bürger ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung. Immobilienbesitz steigert dabei nicht nur das eigene Wohlbefinden und die Lebensqualität, es ist auch eine gute Möglichkeit der Altersvorsorge. Schließlich müssen Hausbesitzer im Alter keine Mietzahlungen mehr leisten, sofern der für die Finanzierung aufgenommene Kredit dann zurückgezahlt werden konnte.

Seit im Jahr 2005 die Eigenheimzulage abgeschafft wurde, konnten sich immer weniger Menschen ihren Traum vom Eigenheim erfüllen. Um wieder mehr Menschen in die eigenen vier Wände zu verhelfen, hat die Regierung 2008 beschlossen, die Schaffung von Eigenheimen wieder zu unterstützen.

Beschlossen wurde dabei die Eigenheimrente, die mittlerweile seit Anfang 2009 abgeschlossen werden kann. Ebenso wie andere Formen der privaten Altersvorsorge fällt auch sie unter den Begriff der Riester-Rente und wird daher umgangssprachlich auch als Wohn-Riester bezeichnet. Die Förderbeträge sowie die steuerliche Absetzbarkeit der Einzahlungen sind dabei ebenso gegeben wie bei Rentenversicherungen oder Fondssparplänen.

Genutzt werden kann die Eigenheim Rente dabei zum einen als Riester-Darlehen. Dieses klassische Annuitätendarlehen ist mit einem Sondertilgungsrecht ausgestattet, bei dem die Riester-Förderbeträge als zusätzliche Tilgungsinstrumente dienen. Zum anderen kann die Eigenheim Rente aber auch in Bausparverträgen genutzt werden. In der Ansparphase dient die Förderung dabei dazu, schneller das notwendige Eigenkapital für die Finanzierung aufbauen zu können, in der Darlehensphase wird wiederum eine schnellere Kreditrückzahlung erreicht.

Anzeige