Freiwillige Krankenversicherung

Menschen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht pflichtversichert sind, die der GKV aber trotzdem beitreten wollen, können dies im Rahmen einer freiwilligen Krankenversicherung tun. Das Recht zur freiwilligen Krankenversicherung greift zum Beispiel dann, wenn eine vorher bestandene Versicherung endet (zum Beispiel bei Studenten, die das 30. Lebensjahr überschritten haben) oder aber Menschen von der Versicherungspflicht nicht erfasst wurden. Je nach Wunsch haben freiwillig Versicherte aber auch die Möglichkeit, auf eine eigene Krankenversicherung zu verzichten.

Neben den oben genannten Personen können auch Kinder, die aus der Familienversicherung ausgeschlossen wurden oder aus dem Ausland zurückkehrende Arbeitnehmer freiwillig der gesetzlichen Krankenversicherung beitreten und somit den vollständigen Gesundheitsschutz genießen. Wichtig ist jedoch, dass sie den Antrag auf die freiwillige Versicherung innerhalb von drei Monaten, nachdem Ihre Pflichtversicherung oder Ihr anderer Versicherungsvertrag endet, eine Beitrittserklärung erstellen.

Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass mit der Gesundheitsreform im April 2007 die freiwillige Versicherung grundsätzlich nicht mehr möglich ist. Seit diesem Datum besteht für alle Menschen, die der gesetzlichen Krankenversicherung zuzuordnen sind, eine Versicherungspflicht. Auch wenn Sie dem PKV-System zuzuordnen sind haben Sie seit Juli 2007 wieder die Möglichkeit, eine private Versicherung abzuschließen.

Seit Januar 2009 erfolgt dann die Versicherung im Basistarif der privaten Krankenkassen. Bei diesem Basistarif ist Ihre medizinische Grundversorgung gesichert. Weiterhin sind die Krankenkassen verpflichtet, Sie aufzunehmen, auch wenn Gesundheitsprobleme bestehen. Man spricht hierbei von einem Kontrahierungszwang, Risikozuschläge dürfen nicht berechnet werden.

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