Kapitalmarktzinsen

Gerade im Rahmen der Baufinanzierung spielt die Höhe der Kreditzinsen eine sehr große Rolle, da aufgrund der relativ hohen Darlehenssummen bereits kleinere Unterschiede oder Änderungen der Kreditzinsen darüber entscheiden können, ob der Kredit für den Kreditnehmer (noch) finanzierbar ist oder nicht.

Bei einer durchschnittlichen Darlehenssumme von 150.000 Euro in diesem Bereich machen ein Unterschied oder eine Veränderung im Zinssatz von nur einem Prozent bereits eine jährliche Mehr- oder Minderbelastung von ca. 1.500 Euro aus.

Wie nahezu alle Zinsen im Finanzbereich, so orientieren sich auf die Kreditzinsen im Rahmen der Baufinanzierungsdarlehen an den allgemeinen Kapitalmarktzinsen. Unter den Kapitalmarktzinsen versteht man im Allgemeinen den Zinssatz, den man aus Sicht des Kreditgebers durchschnittlich für die Überlassung von langfristigem Kapital, zum Beispiel in Form von Hypothekendarlehen, erhält.

Auch der Zinssatz für langfristige Anleihen und sonstige verzinsliche Wertpapiere wird in der Regel als Kapitalmarktzins bezeichnet. Es gibt also nicht den einen gültigen Kapitalmarktzins, sondern die Kapitalmarktzinsen sind im Grunde nur Durchschnittszinssätze aus verschiedenen Bereichen.

Im Rahmen der Baufinanzierung sind die Kapitalmarktzinsen besonders für Kunden interessant, die ein variabel verzinsliches Darlehen nutzen. Hier ist es der Fall dass der Darlehenszinssatz in regelmäßigen Abständen an die Kapitalmarktzinsen angepasst wird. Für den Kreditnehmer ist es daher natürlich in diesem Fall immer sehr positiv, wenn die Kapitalmarktzinsen sinken.

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