Private Krankenkasse

Die Private Krankenkasse ist neben der gesetzlichen Krankenkasse die zweite Möglichkeit, eine Krankenversicherung abzuschließen. Die Versicherung übernimmt dabei die Kosten für die Arztbehandlung sowie für Heil- und Hilfsmittel. Sie als Versicherte können darüber hinaus weitere Zusatzleistungen, etwa die Kostenerstattung von Heilpraktikern oder die Chefarztbehandlung im Krankenhaus, einschließen lassen.

Die Private Krankenkasse steht dabei nicht jedem Bürger in Deutschland offen, sondern sie versichert in erster Linie Selbstständige und Freiberufler, die nicht im Rahmen der Sozialversicherungen pflichtversichert sind. Aber auch als Arbeitnehmer können Sie unter Umständen die Private Krankenkasse nutzen. Dies ist möglich, wenn Ihr Einkommen die Jahresentgeltgrenze innerhalb von drei Jahren übersteigt.

Da die privaten Krankenkassen privatwirtschaftliche Unternehmen sind, können sie Ihren Beitrag relativ frei gestalten. Auch aus diesem Grund gibt es auf dem Markt für private Krankenversicherungen zahlreiche verschiedene Tarife zu sehr unterschiedlichen Preisen. Wichtige Einflussfaktoren auf den Preis sind unter anderem Ihr Geschlecht und Ihr Alter. Dabei gilt immer das Risikoprinzip. Je höher das Risiko für die Versicherung, desto höher ist Ihr Beitrag.

Daher ermitteln die Versicherungen bei jedem Neuabschluss auch Ihren Gesundheitszustand. Sofern Sie bereits erkrankt sind oder sich aktuell in Behandlung befinden, kann dies zu Risikozuschlägen führen. Gleiches gilt, wenn Sie Raucher sind. Seit dem 01. Januar 2007 besteht für Versicherungen allerdings ein Annahmezwang für Personen, die bisher keine Versicherung erhalten hatten. Diese Personen müssen zumindest den Basistarif erhalten, der die medizinische Grundversorgung sicherstellt.

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