Prolongation

Unter einer Prolongation versteht man die Verlängerung eines Darlehens, zum Beispiel eines Hypothekendarlehen im Rahmen einer Baufinanzierung. Die Prolongation eines Hypothekendarlehens ist in der Regel nach fünf oder zehn Jahren nötig, da innerhalb dieses Zeitraumes nach wie vor die meisten Zinsfestschreibungsperioden vorhanden sind. Grundsätzlich ist die Prolongation an sich immer mit einer gewissen Unsicherheit für den Kunden verbunden, da natürlich im Rahmen dieser „Neuaufnahme“ des Darlehens immer eine Anpassung der Zinsen an das aktuelle Niveau vorgenommen wird.

Wer also bisher beispielsweise einen Festzins von fünf Prozent vereinbart hatte, kann aufgrund der anstehenden Prolongation vor dem „Problem“ stehen, dass der Zinssatz nun deutlich höher liegt, weil die Kapitalmarktzinsen gestiegen sind. Grundsätzlich kann man eine Prolongation nicht erst am Fälligkeitstermin der bisherigen Zinsvereinbarung durchführen, sonder in bestimmten Situationen empfiehlt sich sogar eine vorzeitige Verlängerung, zum Beispiel in Form eines Forward-Darlehens.

Im Rahmen der Prolongation eines Darlehens, unabhängig davon, ob diese nun vor oder bei Fälligkeit der bisherigen Zinsvereinbarung stattfindet, hat der Kunde natürlich stets die Möglichkeit, die bisherige Bank als Kreditgeber zu wechseln. Die Prolongation muss also nicht zwingend beim selben Anbieter erfolgen, sondern man sollte auch hier vor Abschluss der Vertragsverlängerung die am Markt bestehenden Angebote vergleichen, denn nicht selten ist der bisherige Anbieter nicht der günstigste Anbieter.

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