Zinsbindung

Im Rahmen eines Immobilienkredites kann sich der Kreditnehmer entscheiden, ob er sich für eine bestimmte Zeit an den aktuell angebotenen Darlehenszinssatz binden möchte, oder lieber einen variablen Zinssatz in Anspruch nehmen möchte. Falls sich der Kreditnehmer für eine Festschreibung der Kreditzinsen für einen bestimten Zeitraum entscheidet, gilt diese Zinsbindung sowohl für ihn, als natürlich auch für den Kreditgeber.

Die Laufzeit der Zinsbindung und natürlich ebenso die Höhe des Kreditzinses werden vertraglich festgehalten. Einen vorzeitige Kündigung der Vereinbarung hinsichtlich der Zinsbindung ist zwar eigentlich nicht möglich, aber dennoch akzeptieren die meisten Banken diese vorzeitige Kündigung seitens des Kunden, berechnen in der Regel jedoch eine so genannte Vorfälligkeitsentschädigung.

Diese ist dann zu zahlen, wenn der Bank aufgrund der vorzeitigen Beendigung der Zinsbindung ein Zinsschaden durch Margenverlust entsteht, was eigentlich immer der Fall ist, da die Vereinbarung seitens des Kunden nur dann gekündigt werden wird, wenn der aktuelle Zinssatz für Hypothekendarlehen geringer ist als der Zinssatz, über den die Zinsbindung-Vereinbarung lautete.

Wie lange eine Zinsbindung erfolgen kann, ist zwischen Kreditgeber und Kreditnehmer relativ frei zu vereinbaren. Allerdings gibt es zumeist Standard-Fristen der Kreditinstitute, die eine Zinsbindung von 5, 10 oder 15 Jahren vorsehen. Zudem bieten inzwischen sogar manche Banken eine Zinsbindung von 20 oder sogar 25 Jahren an.

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