Neben dem Hypothekendarlehen und dem Bauspardarlehen gibt es ein weiteres Darlehen, welches man sehr gut im Rahmen einer Baufinanzierung nutzen kann, und zwar das so genannte KfW Förderdarlehen. Das KfW Förderdarlehen wird unter bestimmten Bedingungen von der ehemaligen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) an Kunden vergeben und zeichnet sich in erster Linie durch seine sehr günstigen Zinsen und weiteren Sonderkonditionen aus.
Bei dem Hypothekendarlehen handelt es sich um das mit Abstand am häufigsten genutzte Darlehen, wenn man als Kreditnehmer eine Baufinanzierung in Anspruch nimmt. Wie bereits vom Namen her abzuleiten ist, hängt das Darlehen in Zusammenhang mit der Kreditsicherheit Hypothek, die allerdings inzwischen zum größten Teil durch die Grundschuld ersetzt wurde.
Gerade im Rahmen einer Baufinanzierung ist es natürlich für den Kreditnehmer sehr wichtig, dass er möglichst niedrige Zinsen erhält, da die Darlehenssummen zum einen üblicherweise 100.000 Euro und mehr betragen und man zum anderen sehr lange Zeit benötigt, um das Darlehen zu tilgen, wodurch eine hohe Gesamtsumme an Zinsen im Laufe der Zeit anfällt.
Das Forward-Darlehen ist ein spezielles Darlehen, welches im Rahmen einer Baufinanzierung, genauer gesagt im Rahmen einer Anschlussfinanzierung, genutzt werden kann. Oftmals entscheidet man sich als Kreditnehmer im Rahmen einer Immobilienfinanzierung zunächst für ein Hypothekendarlehen mit einer Festzinsvereinbarung mit einem festgelegten Kreditzins. Diese Festzinsvereinbarung läuft in der Regel über fünf oder zehn Jahre. Nach Ablauf dieses Zeitraumes ist also in fast allen Fällen eine Anschlussfinanzierung nötig, da kaum ein Kunde die komplette Baufinanzierung in zehn Jahren abschließen kann.
Bei dem Festdarlehen handelt es sich um eine spezielle Kreditvariante, die im Bereich der Baufinanzierung ihre Anwendung findet. Das Festdarlehen ist sicherlich vielen Personen auch als Endfälliges Darlehen bekannt. Das Festdarlehen unterscheidet sich von einem „normalen“ Annuitätendarlehen dadurch, dass die zu erbringende Tilgungsleistung nicht sofort in das Darlehen fließt, sondern man den Tilgungsanteil in Sparverträge wie Investmentfonds, Lebensversicherungen oder sonstige Kapitalanlagen investiert.
Neben dem klassischen Hypothekendarlehen, im Rahmen dessen der Kreditnehmer eine monatliche Rückzahlungsrate hat, die aus Tilgung und Zinsen für den erhaltenen Kredit besteht, ist in den letzten Jahren auch das so genannte Endfälligkeitsdarlehen eine beliebte Alternative geworden. Auch hier handelt es sich zwar um ein Hypothekendarlehen, allerdings wird die Tilgung des Darlehens für die gesamte Laufzeit ausgesetzt und erfolgt erst zum Fälligkeitstermin des Darlehens.
Beim Entnahmedarlehen handelt es sich um eine spezielle Finanzierungsvariante, die man im Rahmen einer Baufinanzierung nutzen kann. Das Charakteristische des Entnahmedarlehens besteht darin, dass man hier Kapital aus einem bestehenden Altersvorsorgevermögen entnimmt, das man somit zu günstigen „Konditionen“ (zinslos) nutzen kann. Auch im Rahmen der Riester-Förderung ist es inzwischen möglich, bestimmte Teile des angesammelten Kapitals bzw. auch die erhaltenen Zulagen in Form der Riester-Rente im Rahmen einer Baufinanzierung als Kapital einzusetzen, zumeist in Form der Tilgung eines bereits bestehenden Baudarlehens.
12.04.2009
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