Unfallversicherung: Kosten und Beiträge

Das Kostenspektrum eines umfassenden Versicherungsschutzes ist gerade in der privaten Unfallversicherung immens und kann monatlich von wenigen Euro bis zu einem dreistelligen Betrag gehen. Grundsätzlich sind die Beiträge sehr den individuellen Wünschen und Bedürfnissen an einen umfassenden Schutz anzupassen, weshalb gerade Vorsicht bei beworbenen Billigangeboten angesagt ist. Aus einer Unfallversicherung, die nicht einmal zehn Euro im Monat kostet, darf sich kein Versicherungsnehmer ernsthaft umfassende Leistungen bei kleinen und größeren Unfallschäden erwarten. Derartig beworbene Angebote sollen meist nur den Versicherungsmakler zu einem weiteren Vertragsabschluss inklusive Provision bringen und dienen Ihnen als Versicherten in keinster Weise.

Praktisches Beispiel für die Kostenermittlung

Der monatliche Beitrag sollte sich vorrangig nach der Leistungshöhe richten, die Ihnen für einen Schutz Ihrer körperlichen und geistigen Gesundheit am Herzen liegt. Für einen Standardwert von 100.000 Euro Grundsumme, die als Bemessungsgrundlage für die prozentuale Anrechnung Ihrer Invalidität dient, zahlt ein heute 30-jähriger Mann ohne einen intensiv körperlichen Beruf und mit einer angemessenen Progression und Todesfallleistung einen monatlichen Beitrag von ca. 100 Euro oder sogar mehr. Der Beitrag kann unter anderem durch die Absenkung der Grundsumme sowie den Verzicht auf eine Progression reduziert werden, hierfür sollte sich jeder Versicherungsnehmer die Auswirkungen auf die letztendlichen, finanziellen Leistungen allerdings bewusst machen.

Die Grundsumme als Maßstab für die Versicherungskosten

Nach der Gliedertaxe, die prozentual die fälligen Leistungen bei Invalidität bemisst, erhält ein Versicherter z.B. bei Verlust eines Armes bis zum Ellenbogen einen Wert von 60% der Grundsumme als Entschädigungsleistung. Entscheidet sich der Versicherungsnehmer für eine einmalige Kapitalauszahlung bei einer Grundsumme von 100.000 Euro, würde er somit für diesen Verlust eine einmalige Zahlung von 60.000 Euro erhalten. Dieser Betrag mag von Ihnen als zu niedrig oder zu hoch empfunden werden, eine Steigerung macht sich jedoch sofort wieder im monatlich zu zahlenden Beitrag bemerkbar. Hier gilt es also auch für Sie, ein gesundes Maß zwischen angemessenen Beiträgen und der letztendlichen Versicherungsleistung zu finden.

Weitere Informationen zu Kosten und Beiträgen der privaten Unfallversicherung

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