Unfallversicherung: Privat und Gesetzlich

Möglicherweise haben Sie sich auch schon gefragt, warum Sie einen privaten Unfallschutz abschließen sollen, wo doch bereits durch den Staat im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung eine entsprechende Form der Absicherung besteht. Gerade Laien in Versicherungsfragen übersehen jedoch die entscheidenden Unterschiede, die sich zwischen dem gesetzlichen und dem privaten Schutz ergeben und sowohl auf den Leistungsfall wie auch die zu erwartenden Leistungshöhen einen erheblichen Einfluss haben.

Gesetzlicher Unfallschutz nur für Erwerbstätige gegeben

Die wichtigste Feststellung ist, dass der gesetzliche Unfallschutz steht als Versicherung nur Arbeitnehmern sowie Auszubildenden, Schülern und Studenten gewährt wird und sich dabei auch nur auf Unfälle bezieht, die im Rahmen der Erwerbstätigkeit entstehen. Für Arbeiter, Angestellte oder Beamte herrscht diesbezüglich auch Versicherungspflicht, d.h. Teile des Bruttoeinkommens werden automatisch in den gesetzlichen Unfallschutz eingezahlt.

Während Selbstständige und Freiberufler noch ein Wahlrecht besitzen, ebenfalls in den Genuss des gesetzlichen Unfallschutzes zu gelangen, ist dieser selbst schon für den Ehepartner eines Erwerbstätigen nicht mehr gegeben. Die einzige Ausnahme ist hier, dass dieser Ehepartner im eigenen Unternehmen tätig ist und somit wie ein Angestellter des selbstständigen Geschäftsführers gesehen wird.

Strenge Richtlinien für den gesetzlichen Unfallschutz

Neben dem Versicherungsschutz, der unmittelbar am Arbeitsplatz durch die gesetzliche Unfallversicherung geboten wird, sind auch die Anreisewege zwischen Wohnung und Arbeitsplatz mit versichert. Hierbei ist es jedoch entscheidend, dass die Reise auf direktem Weg geführt wird, jede noch so kleine Abweichung kann bereits zum Verlust des gesetzlichen Unfallschutzes führen. Der Geltungsbereich ist somit sehr eingeschränkt und macht es für viele Versicherungsnehmer unerlässlich, für den privaten Bereich und auf sonstigen Reisen einen eigenständigen, privaten Unfallschutz abzuschließen.

Generell kann sich dies auch aus finanziellen Gründen zur Ergänzung des gesetzlichen Schutzes empfehlen. Schließlich orientiert sich dieser bei den gewährten Leistungen ausschließlich am letzten Arbeitsentgelt, was vielen Versicherungsnehmern in der Leistungshöhe jedoch nicht ausreichend und einen weiteren Schutz notwendig macht.

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